Pressemitteilung

Bundesverband Metall (BVM)
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Bundesverband Metall sieht keinen Anlass zu Euphorie


München, 17. März 2011. Im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz informierte der  Bundesverband Metall über die Lage der rund 50.000 Metallhandwerksbetriebe in  Deutschland. BVM-Präsident Peter Mader charakterisierte 2010 als enttäuschend.  Die Erwartung, dass die 30.000 Metallbaubetriebe in Deutschland und ihre Beschäftigten vom Konjunkturpaket kräftig profitieren würden, haben sich nicht erfüllt. Dennoch hätten die Betriebe ihr hohes Beschäftigungsniveau gehalten und  setzten ihre Qualifizierungsoffensive fort. Chancen sieht der Metallbauunternehmer aus Baden-Württemberg im energiesparenden Neu- und Umbau und im Bereich der erneuerbaren Energien. Risiken könnten sich aus der Öffnung des Marktes für osteuropäische Anbieter ergeben. Viele Unternehmer erwarteten einen noch schärferen Preisdruck. An die Politik und die Öffentliche Hand gewandt, forderte der BVM-Präsident eine bessere Ausstattung der Bauaufsicht und mehr Expertise. Es  sei ein Skandal, dass oft der billigste Anbieter den Zuschlag bekomme, obwohl sich solche Entscheidungen im Nachhinein als die teuersten herausstellten. Deutschland brauche mehr Sachverstand und Expertenwissen bei der Bauaufsicht und bei der Öffentlichen Hand, um hier sinnlose Ausgaben zu begrenzen. Dem bereits vorhandenen und sich zunehmend verschärfenden Fachkräftemangel wolle man mit mehr Integration von Jugendlichen und Fachkräften mit Migrationshintergrund begegnen. Man habe keine Präferenzen in Bezug auf Herkunftsländer und Kulturen.

Christian Metges, Vizepräsident  des BVM, äußerte sich über die Lage der 18.000 feinwerkmechanischen Betriebe und warnte vor übertriebener Euphorie. Ein Konjunkturpaket habe es für diese Branche nicht gegeben und die Kurzarbeit laufe Ende März  aus. Metges: "Zur Zeit stellt sich eine merkwürdige Ruhe ein". Die Gründe hierfür seien vielfältig: Konzerne überprüften ihre Beschaffungspolitik neu und es sei zu befürchten, dass mancher Auftrag nicht zurückkomme, sondern ins Ausland gehe. China erfreue sich großer Beliebtheit unter den Einkäufern. "Es ist extrem wichtig unseren Wettbewerbsvorsprung zu verteidigen, der täglich kleiner wird." Hierfür sei das hohe Ausbildungsniveau der deutschen Fachkräfte ausschlaggebend. Metges: „Wir brauchen Fachkräfte, die komplexe Einzelteile selbstverantwortlich herstellen können und CNC beherrschen“. Er forderte von den Verantwortlichen mehr finanzielles Engagement bei der Ausstattung von Aus- und Weiterbildungsstätten mit CNC und Hightech. China sei Deutschland in diesem Punkt mancherorts weit voraus.

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