Pressemitteilung

Bundesverband Metall (BVM)
Karlheinz Efkemann/ Informationsstelle Unternehmensführung/ Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0201.896 19-14 / Mobil 0177.896 19-14 / Telefax 0201.896 19-20
E-Mail karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de/ Internet www.metallhandwerk.de

30.04.2009

Der Bundesverband Metall informiert:

Teamwork - In Tübingen geht das Konjunkturprogramm in die Umsetzung 

Nicht nur in Sachen Energiewende ist Tübingen Spitze. Auch bei der Umsetzung des Konjukturprogramms II macht Tübingen es vor. In enger Abstimmung mit dem Handwerk erfolgt die Vergabe der Aufträge schnell und unbürokratisch. Ein Vorgehen bei des es nur Gewinner gibt.

„Ich habe das Gefühl, die Kommunalpolitik zieht an einem Strang“, fasst der Tübinger Metallbauer Jochen Strasser die aktuelle Situation zusammen.

Tübingens Vorgehen bei der Umsetzung des Konjunkturprorgramms II ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich eine enge Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Politik lohnt. Für alle.  Der Energetischen Sanierung von sechs Tübinger Schulen steht in diesen Tagen nichts mehr im Wege. Sechs neue Bauvorhaben gehen in die Umsetzung und die Aufträge bleiben in der Region. 9,2 Millionen Euro stehen insgesamt für neue Projekte zu Verfügung.

Die Universitätsstadt am Neckar hatte schon Ende 2008 "auf Verdacht" einen Sammelposten in den Haushalt eingestellt. Anfang des Jahres wurden die Projekte definiert. Im Februar saßen Kommunalpolitik und Wirtschaft gemeinsam am runden Tisch und verabredeten ein schlankes Planungs- und Auftragsvergabeverfahren und eine enge Zusammenarbeit. Die neuen Vergaberichtlinien, die die Bundesregierung verabschiedet hatte, wurden in die Gemeindeordnung übernommen. Mit Ausschreibungen in kleinen Losen und einer Beschränkten Ausschreibung, wollten die Kommunalpolitiker sicher stellen, dass die Aufträge an Unternehmen vor Ort gehen und die Beschäftigungs- und Einkommensimpulse auch wirklich in  Tübingen ankommen.  

Für den Kreishandwerksmeister Jochen Strasser ist dieses Verfahren auch ein Beitrag zum Umweltschutz: „Es ist doch nicht sinnvoll, wenn Energiesparmaßnahmen durch endlose Transportwege aufgefressen werden, die anfallen, wenn die ausführenden Bauunternehmen ihren Standort weit entfernt von der Baustelle haben.“

„Nicht alle Gebietskörperschaften nutzen den Spielraum, der sich aus der neuen Vergaberichtlinie ergibt“, erzählt Jochen Strasser. „Die Vergabestellen des Landes und des Bundes sind sehr zurückhaltend. Eine Nutzung des Regionalisierungs-Spielraums ist derzeit noch nicht zu erkennen.“

„Der Wettbewerb kommt dabei nicht zu kurz. Wir haben mindestens drei Anbieter“, sagt Claudia Patzwahl, Referentin des ersten Bürgermeisters. „Der Fragebogen, den die Kreishandwerkerschaft Anfang des Jahres an alle Betriebe geschickt hat, war hilfreich. Viele Handwerksbetriebe melden sich bei uns und informieren uns über ihre freien Kapazitäten. Wir können uns bei Bedarf direkt mit ihnen in Verbindung setzen und die Baustellen entsprechend planen.“  Claudia Patzwahl ist, wie ihr Bürgermeister, mit der bisherigen Umsetzung des Konjunkturprogrammes zufrieden: „Wir haben alle Möglichkeiten genutzt, damit das Geld in der Region für Beschäftigung sorgt. Die ersten Ausschreibungen sind abgeschlossen. Es kann losgehen.“

Vorbildlich, so der Metallbauer Strasser, sei auch, dass die ausführenden Bauunternehmen schon in die Planung mit einbezogen würden. Die praktischen Erfahrungen der Betriebe könnten auf diese Weise in die Planung einfließen. Das spare ebenso Zeit und Geld, wie das vereinfachte Vergabeverfahren: „Europaweite Ausschreibungen sind mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden, langwierig und teuer. Was bei den Aufträgen eingespart wird, fressen die Verwaltungskosten zum Teil auf.“

Kontakt
Jochen Strasser Stahl- und Metallbau
Dusslinger Weg 8
72072 Tübingen
Telefon +49(0)707176529
Telefax +49(0)707176497
E-Mail: info@strasser-metallbau.de