Meister der guten Form.

Bis ins 19. Jahrhundert  haben Schmiede Gebäude, den öffentlichen Raum und Alltags-produkte mitgestaltet: Kochgeräte, Werkzeuge, Pflug und Achse, Hammer, Amboss und Nagel. Der Schmied gab den Dingen des täglichen Lebens ihre traditionelle Gestalt oder bearbeitete sie nach den Wünschen der Kunden. Nicht nur Kunstobjekte, auch Fenster, Treppen und Türe, Kamine und Rankhilfen für den Garten, selbst Maschinen und Werkzeuge verdienen eine wirklich gute Form. Schmieden als Grundtechnik, Könnerschaft und Wissen um die Be- und Verarbeitungstechniken der vielen Metalle dieser Welt, sind die beste Basis, um Metalle gestalterisch zu bearbeiten oder sie in Kunst zu verwandeln. Nicht nur Künstler brauchen Metallgestalter oder den kongenialen Gießer, immer mehr Handwerker arbeiten heute selber im Grenzbereich zur Kunst, sind in der Restauration tätig oder spezialisieren sich auf das Fach „Design“. Veschiedene auf Gestaltung spezialisierte Akademien des Handwerks bieten heute Ausbildungen zum Desiger oder Gestalter im Handwerk an. Selbst ein Bachelor in Metalldesign kann heute erworben werden. Die Hochschule für Angewandte Kunst und Wissenschaft (HAWK) Hildesheim bietet Zusatzausbildungen in Sachen „Design“, „Kunst“ und „Gestaltung“ für Metaller an. Wer den Schwerpunkt Restauration bevorzugt, findet z.B. an der Akademie auf Schloss Raesfeld die Möglichkeit zur Spezialisierung zum Restaurator im Handwerk. Weitere Informationen zum Thema Design gibt es hier.

Fotos: Tischfeuer Artepuro Metallmanufaktur, Barocker Ausleger restauriert von Schmied und Künstler Arno Hey.

Fachgruppe Metallgestalter

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