Handwerk war immer auch eine Wertegemeinschaft.

Peter Mader, Präsident des Bundesverbands Metall würdigt Vorgänger Klaus Dann.

Dass Handwerk mehr ist als die Summe der Umsätze seiner Betriebe, diese Botschaft stand im Mittelpunkt der Laudatio, die Peter Mader, anlässlich der Verleihung der Ehrenpräsidentschaft an Klaus Dann hielt. Peter Mader, Metallbau-Unternehmer aus Baden-Württemberg, wurde 2008 zum Präsidenten des Bundesverbands Metall-handwerk gewählt. Beim „Bayerischen Abend“ auf der „metall München“ nutzte er die Gelegenheit, seinem Vorgänger für seine außerordentlichen Verdienste zu danken.

Dem aus Bayern stammenden Klaus Dann, so Mader, habe das Metallhandwerk in Deutschland viel zu verdanken. Unter seiner Präsidentschaft seien wichtige Projekte im Verband entwickelt und weitreichende Entscheidungen herbeigeführt worden. Der Verband habe Dann unter anderem die Etablierung des jährlichen „Bundes-Obermeistertages“ zu verdanken, das Fachregelwerk, den Aufbau des Vorteilsclubs „Metall und Mehr“ und last but not least die Messe „metall München“, die in diesem Jahr zum zweiten Mal erfolgreich ihre Toren öffnete.

Peter Mader nutzte den Bayerischen Abend, um das Thema Handwerk und Kultur zu beleuchten. Dabei nahm er auch Bezug auf den US-Soziologen Richard Sennett, dessen Buch „Handwerk“ im letzten Herbst mehrfach ausgezeichnet wurde. Handwerk bedeute nicht nur „etwas um seiner selbst willen gut zu machen“. Senett habe Handwerk auch als Beispiel für das gute Leben beschrieben. Das Erlernen eines Handwerks, so Mader, vermittle Menschen „das gute Gefühl der Kompetenz“. Mader: „Wir werden auch und gerade durch Arbeit zu Menschen. Wir definieren uns über das, was wir tun.“ 

Mader: „Eine Sache für Kunden passgenau und gut zu machen, ist im Handwerk noch immer eine Selbstverständlichkeit.“ Diese Stärke, so Mader, müsse sich das Handwerk bewahren. Dem für Handwerk so typischen Bemühen um Meisterschaft verdanke Deutschland seinen wirtschaftlichen Erfolg.

Dass Handwerk nicht nur für den Einzelnen und die Gesellschaft eine wichtige Dimension sei, sondern, dass sich Handwerk bis heute eine eigene Kultur bewahren konnte, auch darauf wies Peter Mader hin. Eigene Berufsbilder, die Weitergabe von Können und Wissen, eine Organisation, die den Handwerker von der Ausbildung bis in den Ruhestand absichere und begleite, eine eigene Interessensvertretung und eigene wissenschaftliche Einrichtungen sind für Mader wichtige Elemente der Handwerks-kultur: „Handwerk war immer auch eine Wertegemeinschaft. Handwerk stand und steht für Selbstbestimmung, Freiheit und für eine soziale und faire Marktwirtschaft.“ Dies alles habe die Jahrhunderte überlebt und habe sich ständig weiter entwickeln können, weil Handwerker sich ehrenamtlich für die gemeinsamen Ziele und die „Handwerksfamilie“ eingesetzt hätten. Mader: „Weil sie Gemeinschaft gelebt haben.“

Seinem Vorgänger Klaus Dann, derzeit Präsident der Europäischen Metall Union, bescheinigte Mader nicht nur Meisterschaft im Umgang mit dem Werkstoff Metall, sondern einen meisterlichen Umgang mit der Organisation und dem Amt, das er so viele Jahre innehatte. Die vielen wichtigen Projekte, die unter Danns Leitung „geschmiedet“ worden waren, hätten ohne seine „geduldige Bearbeitung, ohne Beharrlichkeit und ohne seinen Ehrgeiz“ nicht realisiert werden können.
Mader: „Deshalb trägt der Bundesverband Metall Deine Handschrift“.

Foto: Übergabe der Urkunde, v.l.n.r. Hauptgeschäftsführer Thomas Fleichmann, Ex-Präsident Klaus Dann, Peter Mader, amtierender Präsident des Bundesverbandes Metallhandwerk


Kontakt
Karlheinz Efkemann
Bundesverband Metallhandwerk
Tel.: ++49 (0) 201 89619-14
Mail: karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de

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