Entspannt in die Auftragsverhandlung

Kreatives Finanzprodukt hilft Berliner Metallbetrieben durch die Krise

Innungsbetriebe des Metallhandwerks haben ab sofort Zugang zu innovativem und „schnellem“ Finanzprodukt. Das schwierige Kapitel der Auftragsfinanzierung wird durch ein maßgeschneidertes Finanzprodukt vereinfacht. Branchenkompetenz der Partner sorgt für Vertrauen bei dem finanzierenden Bankinstitut.

Alle reden von der Finanzkrise und der Kreditklemme. Das ist normal. Aber manchmal entstehen dabei auch Ideen, denen Taten folgen. Vor wenigen Wochen kamen am Rande einer Veranstaltung die Führungsebene des Berliner Metallhandwerks und ein Bezirksdirektor des Versicherungswesens  über die Finanznöte der Unternehmen ins Gespräch. Schnell war man sich einig: Wenn gute Betriebe Aufträge nicht mehr bearbeiten, weil Banken keine Aufträge vorfinanzieren, muss dringend etwas geschehen. Erwin Kostyra, Obermeister des Metallhandwerks in Berlin und Andreas Bergunde, Bezirksdirektor der dem Handwerk nahe stehenden SIGNAL IDUNA Versicherung wollten es nicht beim Jammern belassen. Andreas Bergunde suchte und fand eine Lösung. Nach einigen Absagen wurde er fündig: Eines der angesprochenen Finanzinstitut interpretierte die Krise als Chance. Ein bereits existierendes aber kaum genutztes Finanzierungsinstrument wurde von den Partnern gemeinsam so ausgestaltet, dass es exakt den Anforderungen der Berliner Metallhandwerksbetriebe entspricht. „Auftragsfinanzierung für Metallhandwerksbetriebe“ nennt sich die Kreditlinie, die vor wenigen Tagen Berliner Innungsbetrieben präsentiert wurde. Es ermöglicht den Unternehmen in Zukunft wieder entspannt in Auftragsverhandlungen zu gehen. An mangelnder Liquidität muss kein Geschäft mehr scheitern.

Zwei Typen der Auftragsfinanzierung können ab sofort in Anspruch genommen werden. Kredite von 5.000 Euro bis zu 20.000 Euro werden auf der Grundlage einer Selbstauskunft und eines Jahresabschlusses innerhalb von 48 Stunden bereitgestellt. Aufträge in einer Größenordnung von 20.000 Euro bis 150.000 Euro erfordern die üblichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen und die Einreichung der letzten Steuererklärung. In nur 48 Stunden werden Kreditanträge beschieden, deren Bearbeitung normalerweise Wochen und Monate dauern. Länger als selbst geduldige Auftraggeber warten können und wollen.

Für Erwin Kostyra, Obermeister des Metallhandwerks in Berlin, ist dieses Finanzierungsangebot eine wichtiger Schritt in die richtige Richtung: „Liquidität ist für unserer Mitglieder ein zentraler Aspekt. Es kann nicht sein, dass wir gute Aufträge nicht bearbeiten können, weil die Betriebsmittelkredite nicht mehr zu Verfügung stehen. Wir müssen oft monatelang Materialkosten in fünf- und sechsstelligen Größenordnungen vorfinanzieren oder Bürgschaften bereitstellen. Wenn wir mehrere Aufträge auf einmal annehmen, stoßen wir an unsere Grenzen. Die meisten Banken sind heute extrem vorsichtig geworden. Das hat aber gar nichts mit uns zu tun. Das Handwerk hat die Finanzmarktkrise nicht verursacht. Dazu kommt das einige Warenkreditversicherer den Sicherheitsrahmen für Handwerksbetriebe extrem gekürzt oder vollständig gestrichen haben.“

Dass dieses neue Produkt nun zu Verfügung steht, hat zwei gute Gründe: Die Bank, die erkannt hat, dass Handwerk heute mehr denn je „goldenen Boden“ hat. Und die Zusammenarbeit mit der Innung und Bezirksdirektor Andreas Bergunde in Berlin. Ihre bei der Kreditbearbeitung gefragte  Branchenkenntnis ermöglicht es dem kooperierenden Finanzinstitut, verloren gegangenes Vertrauen ein Stück weit zu ersetzen.

Das Interview mit Erwin Kostyra und Andreas Bergunde lesen Sie hier.

Kontakt
Dipl.-Ing. Erwin Kostyra
Buchholzer Straße 62-65
13156 Berlin
Tel: +49(0)30 47 50 96 55
Fax: +49(0)30 47 50 96 71
Mail: info@sachverstaendiger-metallbau-kostyra.de
www.sachverstaendiger-metallbau-kostyra.de

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