Deutsch-Chinesisches Wettschweißen

Niedersachsens Metalljugend trainiert für die Revanche

Am 18. September ist es so weit: Eine Delegation des Reiches der Mitte besucht Niedersachsens Landesfachschule Metall in Lüneburg und das deutsch-chinesische Wettschweißen geht in die zweite Runde. Diesmal hofft die deutsche Crew am Ende den Siegerpokal in den Schweißer-Händen halten zu dürfen. Der ungewöhnliche Wettbewerb hatte 2008 in China seine Premiere.

Berufsbildung hat auch in China inzwischen höchste Priorität. Als 2008 eine Abordnung des Niedersächsischen Handwerks nicht zum ersten Mal in die Volksrepublik reiste, um chinesische Betriebe kennen zu lernen und die Chancen für Geschäftsbeziehungen auszuloten, stand auf Wunsch der Gastgeber auch ein schon lang erwünschter Schweißwettbewerb auf der Tagesordnung. Hintergrund: Die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung hat auch in China in den letzten Jahren deutlich zugenommen und inzwischen höchste Priorität erlangt und Wettbewerbe zum Leistungsvergleich sind in China sehr beliebt. Unter der Leitung von Dietmar Berndt, technischer Berater beim Landesverband Metall und seit vielen Jahren im bundesdeutschen „Jugend schweißt“ engagiert, reisten acht Unternehmer/innen und vier junge Schweißer nach China. Der Schweiß-Wettbewerb war von chinesischer Seite hervorragend vorbereitet worden und wurde ein Riesenerfolg. Die Niedersachen waren begeistert von der Gastfreundlichkeit und von der Leistungsfähigkeit der Gastgeber. Obwohl es am Ende – wie die chinesische Seite immer wieder betonte – „nur Sieger“ gab, blieb der von den Metallbauern aus Oldenburg kreierte Wanderpokal in China.

In diesem Herbst hat Niedersachsens Schweißjugend nun eine Gelegenheit zur Revanche. Anlässlich der Neueröffnung der DVS- Kursstätte an der umgebauten und renovierten Schule wurden die chinesischen Geschäftspartner nach Lüneburg eingeladen. Am 18. September ist es nun so weit. Der Landesverband Metall empfängt 40 chinesische Gäste, Unternehmer und Vertreter von Institutionen und natürlich auch die jungen Topp-Schweißer aus dem Großraum Peking. Den begehrten Wanderpokal haben die chinesischen Gäste selbstverständlich auch im Gepäck. Wenn es nach dem Veranstalter geht, soll er diesmal in Niedersachsen bleiben.

Sechs deutsche Schweißer treten gegen sechs handverlesene chinesische Schweißer an, die sich in einem Vorentscheid, an dem 100 Schweißer teilnahmen, gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen konnten. Auch die deutschen Teilnehmer sind hoch motiviert. Neben der einmaligen und so schnell nicht wiederkehrenden Chance, sich mit chinesischen Schweißer-Kollegen zu messen, haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, bei Erfüllung der Anforderungen eine Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN 287-1 zu erhalten. Außerdem winken tolle Preise, gesponsert von Partnern aus der Region. Ein attraktives Rahmenprogramm wird den Wettbewerb begleiten. Geplant sind u.a. Ausflüge in die Autostadt Wolfsburg und in die Hafencity Hamburg. Am 22.09.2011 steht dann fest, ob der Wanderpokal diesmal in Lüneburg bleiben darf oder den Rückweg nach China antritt. 

Kontakt
Landesverband Metall Niedersachsen
Walderseestr. 47
30177 Hannover
Dipl.-Ing. Dietmar Berndt
Tel.: +49(0)511 90985 40
E-Mail: d.berndt@lvm.metallhandwerk.de

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