EMU-Jahrestagung in Berlin:

Arbeit der Europäischen Metall Union nimmt Gestalt an.

Fast vollzählig waren die Mitgliedsverbände der Europäischen Metallunion (EMU) am 27. und 28. August in Berlin vertreten. Nur die italienische Delegation musste leider absagen. Unter dem Vorsitz des EMU-Präsidenten Erwin Kostyra (Berlin) nimmt der Zusammenschluss der europäischen KMU-Verbände Gestalt an und die Arbeit Fahrt auf. Lag der Schwerpunkt der Arbeit seit zwei Jahrzehnten bei der Berufsbildung, so berieten die Delegierten diesmal unter anderem die Ziele und die Arbeitsweise der drei neuen Arbeitsgruppen "Technik und Normung", "Sozialer Dialog" und "Europäischer Markt". Die Federführung der Arbeitsgruppe "Technik und Normung" hat der Bundesverband Metall in Essen übernommen. Die beiden Schweizer Verbände (SMU und Swiss Mechanic) betreuen die Themen "Berufsbildung" und "Europäischer Markt" und die Niederlande das Thema "Sozialer Dialog".

Die Delegierten waren sich in folgenden Punkten einig:

  • Handwerk und KMU müssen in den europäischen Normungsausschüssen in Zukunft endlich immer mit am Tisch sitzen und gehört werden. Noch immer werden wichtige Normen in Brüssel beraten und verabschiedet, die an den Interessen und Produktionsbedingungen des Handwerks vorbeigehen oder diesen zuwiderlaufen und die Produktion komplizieren oder verteuern.
  • Die Berufsbildung und die duale Ausbildung sollen in Brüssel ein stärkeres Gewicht bekommen.
  • Die EMU möchte sich verstärkt in den sozialen Dialog in Brüssel einbringen. Der Verband soll durch die Werbung weiterer Mitglieder organisatorisch und finanziell gestärkt werden.
  • Es ist eine aktivere und kontinuierlichere Mitarbeit aller Mitglieder erforderlich.

Der zweite Tag der EMU-Konferenz war Fachthemen gewidmet. Diese Veranstaltung nahm auch die Themen der Delegiertenversammlung noch einmal auf und war mit hochkarätigen Referenten besetzt. Dipl. Ing. Otto Kenzler, Präsident des ZDH, eröffnete die Tagung. Der Österreichische Unternehmer Georg Toifl, Präsident des Europäischen Handwerksverbandes (UEAPME) sowie der Sparte Gewerbe und Handwerk bei der Wirtschaftskammer in Wien, unterstrich die Bedeutung einer eigenständigen Interessenvertretung des Handwerks in Brüssel und gegenüber der Industrie. Johannes Bungart, Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks und der Belgier Johan van Bosch berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Aufbau Europäischer Verbände. BVM-Präsident Peter Mader machte deutlich, dass es auf europäischer Ebene noch erheblichen Handlungsbedarf in Sachen Finanzierung von KMU gibt. Die Chancen, die sich in Kooperationen bei der Erschließung europäischer Märkte ergeben, waren abschließend ebenso Thema, wie die Entwicklung der Rohstoffpreise, über die Klaus Potthoff von der ThyssenKrupp AG in Essen informierte.

Kontakt
Karlheinz Efkemann
Bundesverband Metall (BVM)
Vereinigung Deutscher Metallhandwerke
Ruhrallee 12
45138 Essen
Tel.: +49(0)201 89 619 14
E-Mail: karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de
www.metallhandwerk.de

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